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Faszination Krimi-Romane

Nicht wegzudenken aus der zeitgenössischen Literatur ist der Krimi. Seit vielen Jahrzehnten bereits erfreut sich dieses literarische Genre, welches die Vorgeschichte, den Hergang und die nachfolgende Aufklärung eines Verbrechens entweder aus der Sicht des Opfers, des Täters oder aber des Ermittlers schildert, sehr großer Beliebtheit.

Der Krimi in historischer Zeit

In historischer Zeit wurden Kriminalromane sehr wenig geschätzt und galten lange Zeit als verachtungswürdige Trivialliteratur und leichte Kost für ungebildete Gemüter, die lediglich Zerstreuung oder aber auch den Grusel suchten. Jedoch zeigte sich bald anhand der vielfältigen Möglichkeiten, Psychogramme von Opfern und Tätern, aber auch diffizile und komplexe Millieubeschreibungen zu entwickeln, das Potential des Kriminalromanes, ein anerkannter Bestandteil im Kanon der großen Literatur zu werden. Schriftsteller wie beispielsweise Dostojewski, Fontane, Schiller, Raabe und Poe lieferten die Vorlagen für den psychologisierenden Kriminalroman mit teils eindrucksvollen Persönlichkeitszeichnungen und umfassenden Millieustudien, die schlaglichtartig die Moral- und Wertevorstellungen des jeweils dominierenden gesellschaftlichen Umfeldes erhellten und somit eine zeitgeschichtliche Relevanz erlangten. Diese Entwicklung des Genres vollzog sich unabhängig voneinander in ganz Europa, aber auch in den Vereinigten Staaten.

Motive des Verfassens und der Rezeption

Die Geschichte des Kriminalromanes und die morbide Faszination die Verbrechen auf Menschen auszuüben pflegen, ist lang. Die Frage des Verhältnisses von Gut und Böse und nach dem möglichen Sieg einer dieser beiden Kategorien, aber auch das Hinterfragen von Schuld und Sühne, wie es bereits anhand der Bibel nachgewiesen werden kann, scheint eine der Triebkräfte für das Niederschreiben von Kriminalromanen, gleichzeitig jedoch aber auch ein Motiv für deren Rezeption zu sein. Ebenso natürlich das Bedürfnis, Rechtsfälle und ihre Hintergründe umfassend aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zu präsentieren sowie einen tiefen Blick in die oft schauderhaften Abgründe der menschlichen Seele zu werfen.

Detektivgeschichte und Thriller

Eine der Untergruppen des Kriminalromanes, die den Leser aufgrund ihres oftmals offenen Endes in Spannung zu verwickeln versteht und gleichzeitig seinen Scharfsinn herausfordert, indem sie ihn in die Ermittlungen einbezieht, ist zweifellos die im 19. Jahrhundert aufkommende Detektivgeschichte, die ihre Wurzeln jedoch bereits in der Literatur und Dramatik des antiken Griechenlands hat. Nicht selten werden die Detektivgeschichten in der Ich-Form erzählt, was dem Leser die Möglichkeit eröffnet, selbst in die Rolle des Detektives zu schlüpfen, die Schauplätze von Verbrechen aufzusuchen und im persönlichen Umfeld eines Opfers zu ermitteln, Vermutungen aufzustellen und deren Relevanz oder Nicht-Relevanz zu ergründen, indem privaten und intimen Lebensumständen von Menschen nachgespürt wird und diese sukzessive erhellt werden. Eine weitere sehr beliebte Unterform des Kriminalromanes ist der Thriller. Hierbei steht nicht das Verbrechen oder das Opfer im Mittelpunkt, sondern jeweils der Ermittler als Held und die gefährlichen und oft haarsträubenden Situationen, in welche dieser Held im Zuge seiner jeweiligen Ermittlungen immer wieder gerät. Dies gibt dem Autor gleichzeitig die Möglichkeit zur Serienproduktion von Kriminalgeschichten, in dem immer wieder derselbe Ermittler als Held und Mittelpunkt auftritt, mit dem sich der Leser schließlich persönlich stets aufs Neue identifiziert. Der Thriller ist dabei schier endlos variiert und modifiziert worden, so dass die Untergattungen des Action-Thrillers, des Spionage-Thrillers und des Horror-Thrillers entstanden. Heute sind Kriminalgeschichten ein etabliertes und eigenständiges Genre.

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